Das Gildenhaus




Das Gildenhaus war in frühere Zeiten ein Gästehaus der Musikantengilde. Dort fanden reisende oder unverheiratete Musikanten vorrübergehend ein preiswertes Quartier. Durch den Erfolg der Oper nahm der Platzbedarf dort aber in einem Maße zu, dass die Gilde ein neues Haus, näher bei der vielgerühmten Oper bauen liess. Das alte Gebäude fand ob der Aufteilung keine Abnehmer, wurde zeitweise als Lagerhaus genutzt, wozu es sich aber wegen den recht kleinen Zimmern kaum eignete. Die meiste Zeit stand es leer, ist renovierungsbedürftig und konnte daher durch Miriyam recht günstig erworben werden.

Beschreibung

Lage und Umgebung

Das Gildenhaus befindet sich am nördlichen Stadtrand, knapp fünf Minuten Fußweg vom Nordtor entfernt. Es liegt am Fuße des felsigen Hügels auf dem die Burg erbaut wurde und ist gegen die Felsen erbaut worden. Das Erdgeschoß verfügt auf seiner Rückseite daher nicht über Fenster, sondern über kurze Schächte, die etwas Licht und Luft in die hinteren Räume vordringen lassen.

In der direkten Nachbarschaft befinden sich nur wenige Wohnhäuser, sondern aufgrund der Nähe des Nordtores - dem Tor zur wichtigsten Handelsroute - vor allem Lagerhäuser und Handelsniederlassungen.

Gebaut ist das Haus wie ein großes L, wobei die Rückseite des langen L-Striches an die Felsen gebaut wurde und der kurze L-Strich parallel zum Stadttor verläuft. Der Haupteingang befindet sich an der Stirnseite des langen Hausteils, Nebeneingänge führen von der Straße aus in die Küche und den Stall.

Besonderheiten für Fremdweltler

Ein Fremdweltler spürt eine zur Erde leicht verringerte Schwerkraft. Allerdings ist diese nicht stark genug um Bewegungen wie auf dem Erdenmond zu ermöglichen. Verbunden mit dem höheren Sauerstoffgehalt der Luft, können sich Fremdweltler hier lediglich leicht euphorisch fühlen.

Ungewohnt ist auch die Tageslänge von 28 Stunden, eine Woche von 10 Tagen und ein Jahr von 400 Tagen.

Am Himmel zeigen sich des Tags eine Sonne von der Farbe einer glühenden Kohle und des Nachts 4 Monde auf unterschiedlichen Umlaufbahnen. Nur an 2 Tagen im Jahr, Mittsommer und Mittwinter, sind alle vier Monde gleichzeitig voll und stehen in Konjunktion. Diese Konjunktion wird auch mit dem Begriff Hali bezeichnet, der aus dem Hebräischen stammt und Halskette bedeutet.

Anblick von Aussen

Das gesamte Haus ist mit den, für diese Gegend typischen, schwach durchsichtigen, Steinen erbaut worden, die bei Zimmerbeleuchtung sich bewegende Schemen erkennen lassen. Die Dekoration erinnert durch und durch an den früheren Verwendungszweck. Alle Fensterläden sind mit verblassenden Musik-Motiven bemalt und die große Eingangstür wurde mit thematischen Schnitzereien verziert. Auch Bildhauerarbeiten an der Fassade greifen diese Motive auf.

Typisch für den Baustil dieser Gegend besitzt das Haus nur ein Obergeschoß, wurde aber sehr weitläufig angelegt. Jedes Geschoß ist für sich genommen aber sehr hoch. 4 m Raumhöhe im Erdgeschoß, 3,50 m im ersten Stock. Das Dach besitzt einen sehr flachen Neigungswinkel, um Schneelawinen im Winter zu vermeiden, und ist mit gebrannten Ziegeln gedeckt. Im ersten Stock ist die Lücke zwischen Haus und Felsen teilweise durch einen Wintergarten gefüllt worden, der in den langen Wintern helfen soll die Bewohner mit frischem Gemüse zu versorgen und der durch die großen Glasflächen die maximale Wärme der Wintersonne einfängt. Diesem Zweck erfüllen auch die großen Fenster mit denen das Obergeschoß strassenseitig versehen ist.

Aufbau

Untergeschoß

Das Haus ist ab der Küche teilweise unterkellert - auch diese wurden zu einem Teil in den Felsen geschlagen. Dort werden vor allem Lebensmittel gelagert. Lebenswichtig ist aber auch der Verbindungsgang zum Stall, der die Bewohner in harten und schneereichen Wintern vor dem Weg über die Straße schützt.

Die eingelagerten Vorräte sollten die Bewohner selbst in äusserst schneereichen Wintern über zwei bis drei Wochen versorgen können.

Erdgeschoß


Übersicht Erdgeschoß

Hinter dem großen Haupteingang, an der Stirnseite des Gebäudes, findet sich eine große Eingangshalle, deren Boden mit Mosaiken verziert wurde. Das zentrale Mosaik zeigt eine Rryl. Eine breite Treppe führt ins Obergeschoß und ein breiter Flur, zwischen Küche und Nutzräumen hindurch auf die Doppelflügeltür des Speisesaals zu. Im Flur setzt sich das Moasik aus der Halle fort und zieht sich bis in den Speisesaal.

Neben der Halle findet man Waschräume und Toiletten für beiderlei Geschlecht.

Der ehemalige Speisesaal wurde zwischenzeitlich als Lagerraum verwendet, ist noch nicht wieder eingerichtet. Durch diese Zwischennutzung haben auch die Bodenmosaike etwas gelitten.

Stallungen

Im kurzen L-Flügel, befindet sich der Stall mit den Nebenräumen wie Sattel- und Futterkammer. Hier findet ein gutes Dutzend Pferde Platz. Bei Vollbelegung des Hauses, mussten früher Tiere aber auch in Mietställen untergebracht werden.

Dazwischen

Vom Treppenabsatz führt eine Tür und einige Stufen zum Wintergarten der sich zwischen Obergeschoß und Felswand befindet.

Obergeschoß


Übersicht Obergeschoß

Direkt über der Eingangshalle befand sich früher ein Schlafsaal für Reisende der Musikantengilde, die nur wenige Nächte in der Stadt verweilten. Auch dieser Raum steht derzeit weitgehend leer, abgesehen von ein paar Resten des früheren Mobiliars. Die rückseitigen Fenster weisen in den Wintergarten, so das der Raum von der Wärme des Wintergartens profitiert.

Straßenseitig führt ein breiter Gang durch den langen Hausteil und einen Teil des kurzen L-Teils. Hier fangen große Fenster die schwachen Sonnenstrahlen ein. Im erste Raum, direkt neben dem Treppenhaus, finden sich Waschgelegenheiten, zwei Räumchen mit Badewannen und die Toiletten. Diese waren in der Vergangenheit den männlichen Bewohnern vorbehalten, da alleinereisende Frauen auch in der Musikantegilde nahezu unbekannt sind.

Hinter dem Waschraum finden sich im langen Hausflügel noch drei Schlafräume, die früher von 1-2 ledigen Musikern bewohnt wurden. Derzeit stehen diese Räume leer. Drei weitere derartige Räume befinden sich im kurzen Hausflügel, dort sind zwei Räume aber durch eine Zwischentür verbunden. Diese Räume sind im Moment mit dem nötigsten Mobiliar eingerichtet.

Im L-Knick und an der Stirnseite des kurzen L-Flügels befinden sich zwei kleine Wohnungen mit separatem Bad, die als Übergangswohnungen für frisch gegründete Familien dienten.

Die Eingangstüren der Zimmer und Wohnungen wurden je mit einem Instrument bemalt, aber auch diese Bemalung ist inzwischen verblasst und abgegriffen.

Die Wohnung im Knick des Ls wird von Reamon und dessen Familie (Ariyenne, Kind(er), etc.) genutzt.

Aus den stadtmauerseitigen Fenstern des Obergeschoßes, hat man Aussicht in die Umgebung der Stadt.

Bewohner und/oder Personal

Dika
16/17 Jahre (lokale Zeitrechnung). Arbeitet vorrübergehend als Haushälterin dort, bis das Haus etwas ans Laufen gekommen ist. Das Mädchen ist, typisch für das Volk, mit 1,80 recht hochgewachsen und hat Augen von hellem Grün. Ihre hellbraunen Haare sind tief im Nacken immer zu einem ordentlichen Knoten zusammengefasst und die eher etwas derben Gesichtszüge weisen sie, zusammen mit der Haarfarbe, als Mitglied des gewöhnlichen Volkes aus. Dennoch ist sie durchaus hübsch zu nennen. Sie trägt meistens karierte Röcke, dezent bestickte Blusen und bei der Arbeit Schürzen aus besticktem Federschotenleinen. Im Sommer schützt sie ein kariertes Schultertuch vor der Kälte, im Winter ein warmer Wollmantel.

Anlage

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KategorieAriyenne, KategorieAndereWelten

Gildenhaus (last edited 2008-05-08 17:30:48 by MelaEckenfels)